Maßnahmen für effizientere Sicherheits­kontrollen jetzt schnell umsetzen

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Im Oktober wurden am Flughafen Frankfurt 6,4 Millionen Fluggäste abgefertigt – das sind 5,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Zahl der Flugbewegungen erhöhte sich ebenfalls um 6,3 Prozent auf 46.551 Starts und Landungen. Das ist nur ein Beispiel für den Boom im Flugverkehr in Deutschland. Michael Hoppe, Generalsekretär des Boards of Airline Representatives in Germany (BARIG), begrüßt insgesamt das Wachstum an Deutschlands Flughäfen. Er fordert aber auch dringend eine damit einhergehende Optimierung der Prozessabläufe am Boden: Dazu gehören insbesondere die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. Wie am Frankfurter Airport konnte zwar dank verstärktem Personaleinsatz und flexiblerer Raumnutzung so manche Spitzenzeit gemeistert werden, doch muss sich auch strukturell etwas tun, um die aktuelle Kapazitätskrise im Flugverkehr zu bewältigen und langfristig eine hohe Produktqualität in diesem eminent wichtigen Teilbereich zu erreichen. In Deutschland ist die Bundespolizei für Fluggastkontrollen zuständig und setzt zur Durchführung private Sicherheitsfirmen ein. Mit diesem System sind die Kontrollen an deutschen Flughäfen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie in den Niederlanden deutlich ineffizienter und langsamer. So können in den BENELUX-Staaten bei gleichem Personaleinsatz nahezu doppelt so viele Passagiere kontrolliert werden. Damit sind die ineffizienten Sicherheitskontrollen neben fehlenden Abfertigungskapazitäten, Startbahnen und der noch immer nicht vereinheitlichten europäischen Flugsicherung mitverantwortlich für die oft zu geringe Zuverlässigkeit im deutschen Luftverkehr.

Flughafenbetreiber und Airlines ergreifen erste Maßnahmen:

  • Wo erforderlich und möglich, setzen die Airlines und Flughäfen bereits mehr Personal ein.
  • Flugpläne werden überarbeitet, um knappe Bodenzeiten mit Puffern zu versehen.
  • Bereits verspätete Flüge versuchen die Systempartner mit Priorität abzufertigen, um die Verspätung zu reduzieren.

BARIG fordert Systemänderung und verstärkte Kooperation

Wie auf dem Luftfahrtgipfel am 5. Oktober 2018 von allen Beteiligten betont wurde, muss die Große Koalition jetzt auf Bundesebene ihren Absichtserklärungen hinsichtlich der Verbesserung und Weiterentwicklung der Sicherheitskontrollen Taten folgen lassen. Flughafenbetreiber wie auch unterstützend die Fluggesellschaften sind bereit, für die Organisation der Personen- und Gepäckkontrollen Verantwortung zu übernehmen. So könnten Abläufe sowie Personaleinsätze vor Ort flexibler und bedarfsgerechter gestaltet werden. Die Bundespolizei würde weiterhin die Hoheit behalten. Zudem müssen die Grenzkontrollen durch mehr Personaleinsatz bei der Bundespolizei deutlich beschleunigt werden.

Über BARIG

BARIG (Board of Airline Representatives in Germany e.V.) vertritt die gemeinsamen Interessen von mehr als 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften aus Linienflug, Ferienflug und Air Cargo. Seit seiner Gründung 1951 arbeitet der Airline-Verband für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Luftverkehrs in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik, Behörden, Wirtschaft und Medien. www.BARIG.aero, https://de.linkedin.com/company/barig

BARIG / Board of Airline Representatives in Germany e.V., Frankfurt Airport Center 1 (HBK 27), Hugo-Eckener-Ring, 60549 Frankfurt am Main, Deutschland, barig@barig.aero, www.barig.aero